AAV bedauert Nein zur «Miteinander-Initiative» im Grossen Rat

Der Aargauische Apothekerverband bedauert den Entscheid des Grossen Rates, die Initiative «Miteinander statt Gegeneinander» der Aargauer Apotheken nicht zu unterstützen. Damit fand die Meinung von über 50‘000 Aargauerinnen und Aargauern kein Gehör, die mit ihrer Unterschrift zur Initiative eine verbesserte Zusammenarbeit und mehr Effizienz zwischen den verschiedenen Leistungserbringern fordern.

Aarau, 19.03.2013: Mit einem doppelten Nein folgte des Parlament an der heutigen Sitzung des Grossen Rates der Empfehlung von Kommission und Regierung und verwirft damit sowohl die Apotheker- als auch die Ärzteinitiative. Das Komitee «Ja zu Miteinander statt Gegeneinander» sowie der AAV bedauern diesen negativen Entscheid des Grossen Rates zur Initiative. Für den Komiteepräsidenten und Alt-Grossrat, Dr. Ruedi Jost, ist klar: „Mit diesem Entscheid missachtet das Parlament den offensichtlichen Wunsch der Aargauer Bevölkerung nach einem modernen Gesundheitsartikel und einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen medizinischen Leistungserbringern.“ Hingegen begrüssen AAV und Komitee das Nein zur Zusatzverdienstinitiative des Ärzteverbandes. Denn die Ärzteinitiative setzt einzig die heute gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker zu Lasten der Sicherheit der Patienten aufs Spiel.

Nein zur Zusatzverdienstinitiative – Nein zur Erstabgabe

Dem Regierungsrat folgend, hat der Grosse Rat die Zusatzverdienstinitiative mit 107 zu 18 Stimmen dem Volk zur Ablehnung empfohlen. AAV und Komitee begrüssen, dass mit diesem Entscheid die bewährte und heute gut funktionierende Medikamentenabgabe im Aargau nicht neu geregelt werden soll. Nur wenn der Arzt Rezepte ausstellt kann der Patient weiterhin frei bestimmen, wann und wo er seine Medikamente beziehen will. AAV und Komitee zeigen sich erleichtert, dass auch der Antrag für eine Variante „Erstabgabe der Medikamente durch Ärzte“ im Rat chancenlos blieb. Auch die Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli zeigte in ihrem Votum klar auf, dass die Erstabgabe praxisuntauglich ist, da unkontrollierbar und nicht finanzierbar.

Volk entscheidet am 22. September 2013

Am 22. September 2013 wird der Souverän über die beiden Initiativen entscheiden. Der AAV ist zuversichtlich, dass sich die über 50‘000 Aargauerinnen und Aargauer auch an der Urne für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungserbringern aussprechen werden. Fabian Vaucher, Präsident des Aargauischen Apothekerverbandes, ist überzeugt: „Wenn wir die Zusammenarbeit stärken und dabei jeder das macht, was er am besten kann, können sich die Leistungserbringer im Gesundheitswesen gegenseitig entlasten. Das stärkt die Kompetenzen, senkt die Kosten und kommt der Patientensicherheit zu Gute.“ Das Volk will mehr Effizienz und ein kostengünstigeres Gesundheitswesen – der AAV bietet dafür Hand mit seiner Initiative «Miteinander statt Gegeneinander».

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