Das Initiativkomitee „Miteinander statt Gegeneinander“ startet in den Abstimmungskampf. An der Medienkonferenz in Aarau zeigten Initiativkomiteepräsident Dr. Ruedi Jost, Apothekerverbandspräsident Fabian Vaucher und der Präsident der Patientenorganisation „Schweizerische Vereinigung Pro Chiropraktik“, Dr. Ernst Kistler auf, wieso am 22. September das Argument Vernunft vor Bequemlichkeit obsiegen und ein Ja zu „Miteinander statt Gegeneinander“ in die Urne gelegt werden soll.

Referenten-der-Medienkonferenz

Aarau, 19.08.2013 – Über 50‘000 Aargauerinnen und Aargauer haben die Initiative „Ja zu Miteinander statt Gegeneinander“ unterschrieben. Sie alle nutzen den kompetenten, unkomplizierten und schnellen Zugang der Apotheken als Teil der heute funktionierenden medizinischen Grundversorgung im Kanton Aargau und befürworten die verstärkte Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker. Im Zeitalter von stetig steigenden Gesundheitskosten braucht es nachhaltige Lösungen, welche dem Kostenwachstum entgegen wirken sollen. Die Initiative der Aargauer Apotheker „Miteinander statt Gegeneinander“ garantiert die konsequente Trennung der Kompetenzen im Gesundheitswesen. Damit zwingt sie alle medizinischen Leistungserbringer zu einer verstärkten Zusammenarbeit und fördert damit mehr Effizienz und die Nutzung von Synergien.

Miteinander geht’s besser

Initiativkomiteepräsident und Alt-Grossrat Dr. Ruedi Jost zeigte in seinen Überlegungen auf, dass die Zusammenarbeit der beiden grundversorgenden Leistungserbringer Arzt und Apotheker den Patientinnen und Patienten eine optimale medizinisch-pharmazeutische Betreuung und eine hohe Sicherheit vermittelt. Das Wohl der Patienten soll auch in Zukunft im Zentrum der täglichen Arbeit von Arzt und Apotheker stehen. Dabei hielt Jost dezidiert fest: “Streit und Missgunst verunsichern die Patientinnen und Patienten und machen sie zu den grossen Verlierern. Das wollen wir mit unserer Initiative verhindern und lehnen darum auch die Ärzteinitiative klar ab!“ Weiter verwies er auf ein Schreiben der Ärzte, dass darlegt, dass die Ärzteschaft die Wahlfreiheit in erster Linie für sich deklariert und erst in zweiter Priorität für die Patienten.

Apotheken sind wichtiges Glied in der medizinischen Grundversorgung

Mit ihrem dichten Versorgungsnetz garantieren die Apotheken heute eine einfache und kostenlose medizinische Anlaufstelle bei Fragen rund um die Gesundheit für alle Bevölkerungsschichten. Eine Änderung der Medikamentenabgabe gefährdet die Existenz von 50 Apotheken und damit auch Arbeits- und Ausbildungsplätze. Dies insbesondere zum Nachteil der Bevölkerung in den ländlichen Gebieten des Kantons. Fabian Vaucher, AAV-Präsident, zeigte in seiner Argumentation auf, dass sich das System – jeder macht das, was er am besten kann – seit Jahrzehnten bewährt hat. „Setzen wir ein funktionierendes System nicht leichtfertig aufs Spiel!“ und weiter:“…nur ein JA zu „Miteinander statt Gegeneinander“ garantiert Kontinuität und Frieden zwischen den Ärzten und Apothekern und keinen unnötigen Krieg auf dem Buckel des Patienten.“

Keine primäre Forderung der Patienten

Diese Aussage wurde auch von Dr. Ernst Kistler, Präsident der Patientenorganisation Schweizerische Vereinigung Pro Chiropraktik unterstützt. „Die Patientinnen und Patienten schätzen das heutige System, sie wollen keine Änderung!“ „Was sich heute bewährt, soll auch morgen noch funktionieren“, erklärte Kistler und bestätigte: „Die Medikamentenabgabe durch den Arzt ist keine primäre Forderung der Patienten.“

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Weitere Auskünfte erteilen:

  • Dr. Ruedi Jost, Präsident Initiativkomitee „Ja zu Miteinander statt Gegeneinander“, 076 514 31 71 oder am Nachmittag 056 622 22 88
  • Fabian Vaucher, Präsident Aargauischer Apothekerverband, 079 507 98 05
  • Dr. Ernst Kistler, Präsident der Patientenorganisation Schweizerische Vereinigung Pro Chiropraktik, 056 441 52 41