Fachleute des Aargauer Gesundheitswesens wollen das eHealth-Angebot im Kanton weiterentwickeln. Im Rahmen des Projekts „Netzwerk Aargau“ trafen sich die Netzwerkpartner am 30. April 2015 in Buchs, um die Chancen und Hürden der elektronischen Vernetzung in der medizinischen Versorgung zu diskutieren. Dabei stellt die Vielzahl der in eHealth-Projekte involvierten Stellen eine besonders grosse Herausforderung dar.

Aarau, 30.April 2015: Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter des Aargauer Gesundheitswesens trafen sich heute Nachmittag in Buchs auf Einladung des Aargauischen Apothekerverbandes (AAV). Angehörige der Spitex, der Heime, der Ärzte- und Apothekerschaft sowie aus der Pflege diskutierten dabei die Chancen und Risiken zur Umsetzung von eHealth im Kanton Aargau.

Mit eHealth gemeinsam in die Zukunft

eHealth ist im Aargauer Gesundheitswesen längst kein Fremdwort mehr. Damit ist die Verwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in der medizinischen Versorgung gemeint. Durch deren vermehrten Einsatz sollen die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert und die Abläufe im Gesundheitswesen sowohl beschleunigt als auch nachvollziehbarer werden; dies dank digitaler Datenspeicherung und der elektronischen Vernetzung der verschiedenen Stellen im Gesundheitswesen.
Bereits heute profitieren die Patienten von eHealth-Dienstleistungen. Wenig bekannt sind hingegen die Herausforderungen, mit denen die Leistungserbringer beim Ausbau des Angebots konfrontiert sein werden. Genau darüber diskutierten die Teilnehmer an der gestrigen Veranstaltung in Buchs. „Es ist unser Ziel, die Direktbetroffenen gemäss bottom-up-Prinzip möglichst früh in die Prozessentwicklung zu integrieren“, bekräftigte Projektleiter Lukas Korner in seinen Begrüssungsworten.

Unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen

Am Aufbau von eHealth sind die Angehörigen aller Gesundheitsberufe wie auch die Patienten und der Kanton beteiligt. Deshalb bedarf es der engen Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartnern im Gesundheitswesen. Als Präsident des Vereins eHealth Aargau (eHAG) hielt Grossrat Andre Rotzetter in seinem Eingangsreferat fest: „Für die Weiterentwicklung von eHealth wird es entscheidend sein, den gemeinsamen Nenner zwischen den verschiedenen Leistungserbringern zu finden.“ Die Suche nach einer gemeinsamen Grundlage stand auch in den verschiedenen Fachreferaten und in der Podiumsdiskussion der Experten im Vordergrund. Mit dem Anlass setzte sich „Netzwerk Aargau“ zudem das Ziel für die Netzwerkpartner, allfällige Schwierigkeiten im Aufbau der eHealth-Angebote, aber auch deren Chancen und Möglichkeiten besser zu verstehen.

Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung von eHealth

Die Konferenz fand unter dem Patronat von eHealth Aargau statt. Der Verein übernimmt nach und nach die Verantwortung vom Kanton für die Weiterentwicklung des eHealth-Angebotes. „Netzwerk Aargau“ möchte eHAG bei diesem Prozess unterstützen. Die im Rahmen der gestrigen Veranstaltung und der aufgegleisten Projekte gewonnenen Erkenntnisse sollen nun laufend in die Arbeit von eHAG mit einfliessen.

Auskünfte erteilen:

Lukas Korner, Projektkoordinator Netzwerk Aargau, 062 842 11 42
Urs Humbel, Präsident Aargauischer Apothekerverband, 056 406 11 20

Weitere Informationen finden Sie unter http://miteinander-ag.ch

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